Qualcomm wirbt um die deutschen Autobauer
Der einstige Mobilfunk-Spezialist positioniert sich als Chip-Lieferant für die vernetzte Autoindustrie. Ein Besuch bei CEO Cristiano Amon in der San-Diego-Zentrale.

Der Chipkonzern Qualcomm wirbt um die deutschen Autobauer. In der Firmenzentrale in San Diego konnte ich mir einen Eindruck von den Ambitionen des Konzerns und der Führungsmannschaft um Cristiano R. Amon machen.
Der einstige Mobilfunk-Spezialist Qualcomm setzt jetzt auf die Autoindustrie. Die Fahrzeuge der Zukunft brauchen viel Rechenpower. Und die liefert Qualcomm in Form von spezialisierten Chips. Die Strategie dahinter erklärte mir Nilesh Parekh, der selbst etliche Patente hält und seit drei Jahrzehnten bei Qualcomm arbeitet.
Während BMW Group und Volkswagen Group eng auf Qualcomm setzen, forciert Mercedes-Benz AG eine enge Partnerschaft mit dem Rivalen NVIDIA. Beide Strategien folgen jedoch einer Logik: Die Autobauer machen sich in einer Kerntechnologie stark abhängig von Chipfirmen.
Dem stellt der frühere hochrangige Intel-Manager Guido Appenzeller, der heute die Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz berät, Tesla gegenüber. Der Autobauer von Elon Musk hat anfangs Chips bei Firmen wie Nvidia gekauft. Heute entwickelt Tesla die wichtigen Chips selbst.
Besten Dank für die interessanten Gespräche u.a. an Nilesh Parekh, Guido Appenzeller und auch an Rachel Wayne, die den Besuch in San Diego ermöglicht hat.
Unser Chip-Experte Joachim Hofer hat sein Fachwissen beigesteuert und der geschätzte Kollege Felix Holtermann spannende Einblicke zu Mercedes und Nvidia. Das gemeinsame Stück können Sie hier nachlesen: