Seit zehn Jahren an der Spitze: Wie Satya Nadella Microsoft zukunftsfest gemacht hat

Der gebürtige Inder machte aus einem strauchelnden Konzern die wertvollste Firma der Welt. Sein Fokus auf die Cloud war goldrichtig. Nun muss seine Wette auf die KI-Zukunft aufgehen.

Seit zehn Jahren an der Spitze: Wie Satya Nadella Microsoft zukunftsfest gemacht hat
Bild: KI-generiertes Symbolbild

Warum dieser Artikel zählt

Am 4. Februar 2014 übernahm Satya Nadella Microsoft – einen Konzern, den der Markt abgeschrieben hatte. Zehn Jahre später ist Microsoft das wertvollste Unternehmen der Welt, hat Apple überholt und steht bei drei Billionen Dollar Marktkapitalisierung. Ein Zuwachs von rund 1.000 Prozent. Wenige CEOs können eine solche Neujustierung vorweisen. Der Umbau wird heute an Hochschulen als Fallbeispiel unterrichtet.

Was Nadella übernahm

Unter seinem Vorgänger Steve Ballmer hatte Microsoft das Mobilfunkzeitalter verschlafen und sich auf Produkte wie den MP3-Player Zune und den Nokia-Zukauf verrannt. Windows war ausgereizt, die Cloud-Sparte unter Nadella damals noch klein und vom Management vernachlässigt. Nadella hatte genau diese Sparte aufgebaut – und wusste, dass darin die Zukunft lag.

Der Weg nach oben

1967 in Hyderabad geboren, Sohn einer Beamtenfamilie. Studium der Elektrotechnik in Karnataka, danach Informatik in Milwaukee und ein MBA in Chicago. 1992 stieg er bei Microsoft ein. In seiner Autobiografie „Hit Refresh“ schreibt er: „Erst im Jahr 2000 wurden ich und andere Entwickler aus Indien erstmals auf Führungsposten befördert.“ Heute steht eine ganze Generation indischstämmiger Manager an der Spitze der US-Tech-Industrie.

Die nächste Wette

Sein Fokus auf Azure war die erste richtige Entscheidung. Die zweite war die Partnerschaft mit OpenAI. Microsoft hat früh investiert, als die Welt ChatGPT noch nicht kannte, und profitiert heute wie kein anderer Konzern vom KI-Boom. Die Frage zum Zehnjährigen ist: Reicht diese Wette auch für die nächsten Jahre – oder lauert der nächste Innovations-Fallstrick bereits?

Die ganze Geschichte habe ich zusammen mit Felix Holtermann für das Handelsblatt aufgeschrieben. Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck.

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