Aravind Srinivas: Vom fensterlosen Coworking-Space zum Apple-Herausforderer
Vor anderthalb Jahren traf ich ihn noch in einem Zimmer ohne Tageslicht. Heute fordert der Perplexity-Gründer Google und Apple heraus – und steht für die Dynamik, die KI im Silicon Valley ausgelöst hat.

Vor anderthalb Jahren habe ich Aravind Srinivas in einem fensterlosen Zimmer in einem Coworking Space in San Francisco getroffen. Heute fordert er Apple und Google heraus. Für mich steht er exemplarisch für die bemerkenswerte Dynamik, die künstliche Intelligenz im Silicon Valley ausgelöst hat.
🌍 Perplexity: Der Hintergrund
Aravind hat in Berkeley in Informatik promoviert und anschließend für OpenAI gearbeitet. Dort erkannte er ein Problem: OpenAI kann seine Systeme mit riesigen Datenmengen trainieren, aber nicht gut zwischen unterschiedlichen Datenqualitäten unterscheiden. Genau hier setzte er an, als er im August 2022 Perplexity gründete.
📊 Perplexity: Ein neuer Ansatz für KI-Suchmaschinen
Perplexity konzentriert sich darauf, die Qualität von Daten zu bewerten. Die Plattform nennt Quellen für ihre Schlussfolgerungen und kombiniert verschiedene KI-Modelle – nicht nur von OpenAI, sondern auch von Anthropic. Zudem hat Perplexity eine zensurfreie Variante von DeepSeek entwickelt.
📉 Perplexity: Apple und Google kämpfen mit KI
Aravind erkannte auch eine große Schwäche der Tech-Giganten: Apple hat den Start der KI-gestützten Siri ins nächste Jahr verschoben – ein deutliches Warnsignal. Google hat leistungsfähige Modelle, zögert aber, sie großflächig auszurollen, um das eigene Werbegeschäft nicht zu gefährden.
📱 Perplexity: Angriff auf Apple & Google mit der Telekom
Perplexity will selbst mit KI-Lösungen Endverbraucher erreichen. Neben einer Online-Plattform gibt es nun eine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom: Ein KI-Smartphone mit fest integriertem Perplexity soll auf den Markt kommen. Ziel ist ein persönlicher Assistent, der viele Aufgaben automatisch übernimmt.
🤖 Perplexity: Noch nicht perfekt – aber mit Potenzial
Ich habe das System auf der Mobilfunkmesse in Barcelona getestet. Beim Versuch, einen Tisch in einem Restaurant zu buchen, wurde ich nur zur Buchungsseite weitergeleitet – manuell musste ich alles selbst eingeben. Aravind verspricht, dass dies künftig über API-Schnittstellen automatisiert laufen wird.
📊 Perplexity: Das Kalkül hinter der Telekom-Partnerschaft
Die Telekom feiert die Kooperation als Beginn des KI-Zeitalters. Aravind sieht sie vor allem als Chance, an Kundendaten zu kommen, um personalisierte KI-Assistenten anzubieten. Verständlich – er konkurriert mit Apple und Google. Doch die Frage bleibt: Ist die Telekom wirklich bereit, so viele Kundendaten zu teilen?
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