Ein Raketenstart in Cape Canaveral
SpaceX schießt eine Falcon 9 zum achten Mal ins All. Für einen europäischen Anbieter an Bord eine Premiere – für den Raumfahrtmarkt ein Signal, wie stark Musk die Branche transformiert hat.

Einen Raketenstart in Cape Canaveral beobachten zu können, ist beeindruckend. Ein Gefährt von der Größte eines kleinen Hochhauses wird in die Erdumlaufbahn geschossen.
Ein interessantes Detail: Die Falcon-9-Rakete der Firma SpaceX wurde zum 8. Mal wiederverwendet. Auf meinem Handy-Video ist das leider nicht so gut zu erkennen, aber der Rumpf der Rakete ist noch schwarz von der letzten Landung.
In diesem Fall hat der europäische Anbieter SES Satellites zwei Satelliten in die Umlaufbahn transportieren lassen. SES will sein Satelliten-basiertes Internet damit deutlich ausbauen. Pikant daran: Einer der wichtigsten Wettbewerber von SES ist die SpaceX-Tochterfirma Starlink.
SES-Chef Steve Collar zeigte sich überzeugt: „Wir bringen schnelles Internet an alle Orte der Welt.” Dabei fliegen die Satelliten von SES deutlich höher als die von Starlink.
Die größere Distanz zur Erde bringe eine Reihe von Vorteilen, sagte Managerin Michelle Parker von Boeing, die die „O3b mPower“ genannten Satelliten entwickelt hat. „Wir erreichen einen hohen Datendurchsatz und eine geringe Latenz“, sagte Parker. „Sechs Satelliten reichen aus, um die ganze Erde abzudecken“, sagte Parker.