So lief im wertvollsten Unternehmen der Welt der Kulturwandel von Bill Gates zu Satya Nadella
Unter dem aktuellen CEO wurde Microsoft zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Im Interview erzählt einer der Topmanager, wie sich Nadella von seinen Vorgängern unterscheidet.

Warum dieser Artikel zählt
Nur wenige Menschen haben Microsoft unter Bill Gates, Steve Ballmer und Satya Nadella erlebt. Yusuf Mehdi gehört dazu. Der Marketingchef für Konsumentenprodukte ist seit mehr als dreißig Jahren im Unternehmen und hat den Kulturwandel vom scharfzüngigen Start-up zum zurückhaltenden KI-Primus aus nächster Nähe mitgemacht. Im Interview in Redmond hat er mir erzählt, wie sich die drei Chefs unterscheiden – und warum der Konzern gerade jetzt, nach 50 Jahren, anders tickt als je zuvor.
Drei Epochen, drei Typen
Gates war der Gründer-Visionär. „Unglaublich, ein Genie, das so viel von Grund auf neu erfunden hat“, sagt Mehdi. Ballmer folgte als Verkäufer und Strukturierer. „Ein phänomenaler Geschäftsführer, der das Unternehmen professionalisierte und eine starke Vertriebsstruktur aufbaute, die bis heute Bestand hat.“ Andere Mitarbeitende beschreiben Ballmer weniger wohlwollend: als cholerischen Chef, der in Meetings schon mal Stühle warf. Unter ihm verpasste Microsoft die Smartphone-Ära.
Der Unterschied unter Nadella
Nadella hat nicht nur die Strategie geändert, sondern den Ton. Zuhören ersetzt Dominieren. Partnerschaften ersetzen Bevormundung. Microsoft arbeitet wieder mit Konkurrenten zusammen, wenn es dem Kunden nutzt. Die Build-Konferenz in dieser Woche ist der sichtbarste Beleg: Im Zentrum steht KI, aber das Vokabular ist weicher geworden. Nadella spricht von Ermöglichung, nicht von Marktbeherrschung.
Was daraus folgt
Der Kulturwandel erklärt, warum Microsoft heute der wertvollste Konzern der Welt ist. Er erklärt aber auch, warum Nadellas Nachfolgeregelung eines Tages zur kritischsten Personalfrage der Tech-Welt wird. Gates prägte die Gründerjahre, Ballmer die Expansion. Nadella hat den Konzern für die KI-Ära umgebaut. Was kommt danach?
Den vollständigen Text habe ich für das Handelsblatt geschrieben. Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck.